Wie funktioniert Kernspintomographie?
Die Eigenschaft von Atomkernen (bestehend aus Protonen und Neutronen), um sich selbst zu rotieren, bezeichnet man als „Kernspin”. Durch diese Rotation wird bei ungerader Zahl von Protonen oder Neutronen ein äußeres magnetisches Moment erzeugt. Die Methode der Kernspintomographie macht sich nun insbesondere das magnetische Moment der Wasserstoffprotonen im Körper zunutze.

Das Verfahren läuft in drei Schritten ab:

  1. Um den Körper herum wird ein starkes, stabiles, homogenes Magnetfeld und damit eine stabile Ausrichtung der Protonen erzeugt. Bei einem 1-Tesla-Gerät zum Beispiel ist das erzeugte Magnetfeld 10.000mal stärker als das Magnetfeld der Erde!
  2. Die stabile Ausrichtung der Protonen wird verändert, indem man elektromagnetisch Hochfrequenzenergie zuführt.
  3. Die Protonen kehren in ihre stabile Ausgangsposition zurück und geben dabei die aufgenommene Energie in Form von Radiowellen (Kernresonanzsignalen) wieder ab. Dieser Vorgang wird mit Hilfe von Empfangsspulen gemessen und ist die Grundlage für Bilder des Körperinneren, die mit Hilfe von Computerverfahren erstellt werden.
vorherige Seite nächste Seite
Copyright©2000 by Dr. Stephan, Bluhm und Partner